Orchideen umtopfen und schneiden

Bei den beinahe dreißigtausend Orchideenarten weltweit, die meistens auf Bäumen gedeihen, teilweise aber auch am Fels oder im Boden und in ganz unterschiedlichen klimatischen Regionen wachsen, gibt es natürlich recht unterschiedliche Anforderungen für ein gutes Gedeihen.


Orchideen umtopfen

Die Phalaenopsis, eine bei uns häufig angebotene Orchidee, bildet immer neue und wachsende Luftwurzeln aus, die z.T. auch aus dem Topf heraus wachsen.


Nach etwa zwei Jahren ist auch das Wurzelsubstrat soweit verdichtet und verfault, dass es gewechselt werden sollte, um ausreichende Belüftung und Belichtung der Wurzeln zu ermöglichen.


Es ist kein größerer Topf notwendig. Das alte Wurzelsubstrat wird nach der Blühphase im Frühjahr komplett entfernt und die langen Luftwurzeln werden auf Topfhöhe eingekürzt.


Der innere Wurzelteil mit Wurzeln, die nicht mehr grün sind, wird mit scharfem Messer vollständig abgeschnitten. Alle nicht mehr grünen oder beschädigten Teile der Luftwurzeln werden entfernt.


Nun kommt die Orchidee mit allen Luftwurzeln in den lichtdurchlässigen Topf und wird mit neuem Orchideen-Substrat aufgefüllt.


Danach wird die Orchidee mit weichem Wasser intensiv eingesprüht oder einfach getaucht, damit Substrat und Luftwurzeln satt durchfeuchtet werden.


Anschließend lässt man das Wasser komplett ablaufen und abtropfen, bevor der Topf eventuell in einen ebenfalls durchsichtigen Übertopf gestellt wird.


Orchideen-Dünger wird frühestens nach vier Wochen in das Gieß- (Tauch-)Wasser gegeben.



Sorten, die Bulben (Verdickungen, Speicherorgane) und mehrere Triebe haben, können geteilt werden oder erhalten einen größeren Topf. Mindestens zwei Triebe sollten jeweils zusammen bleiben.



Orchideen schneiden

Wenn am Aufstellort einer Phalaenopsis nicht der Platz für lange Triebe vorhanden ist, kann man, nachdem die Orchidee abgeblüht ist, nach dem ersten oder auch einem höheren Auge abschneiden.


Der Schnitt sollte nicht direkt am Auge, sondern einen Zentimeter höher erfolgen, um Beschädigung zu vermeiden. Am obersten Auge erfolgt dann i.d.R. der neue Austrieb.


Auch wenn der alte Trieb vertrocknen sollte, ist das kein großes Problem. In diesem Fall wächst ein neuer Trieb aus dem Stamm der Orchidee.


Nach der schon beschriebenen Ruhezeit bilden sich dann die neuen Blütenrispen.



Bei bulbenbildenden Orchideen, wie Miltonia, Oncidium, Cattleya und Cymbidium kann nach dem Abblühen die Blütenrispe entfernt werden, ausgenommen Dendrobium. Dendrobium kann auch am alten Trieb erneut blühen.


Beim Schnitt lässt man die Triebe stehen, denn auch sie speichern Pflanzennährstoffe.


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