Ein komplettes Hochbeet im Eigenbau

Ein Hochbeet vollständig im Eigenbau anzufertigen, erfordert kein großes handwerkliches Geschick.

Als Baumaterial werden Kanthölzer sowie Bretter aus unbehandeltem Holz benötigt.

Die Bretter sollten möglichst eine einheitliche Breite haben, um einen späteren Austausch im Falle einer Beschädigung zu erleichtern.

Desweiteren werden starke Baufolie oder Teichfolie, Holzschrauben (am besten Edelstahl) und Drahtgeflecht mit einer Maschenweite unter zwei Zentimertern benötigt.


Die Wahl der Abmessungen für das Hochbeet

 

Für die Höhe des Hochbeetes ist die übliche Tischhöhe, also etwa 75 cm optimal.

Die Breite sollte so gewählt werden, dass man mit den Armen noch gut über die Mitte hinaus reicht, sofern man beidseitigen Zugang hat.

Die Hochbeet-Länge sollte nicht zu groß ausfallen, denn die Seitenbretter müssen dem Druck der Füllung des Beetes standhalten.


Zuschnitt und Montage

 

Die Brettbreite wird so vervielfacht, dass man etwa auf die gwünschte Beethöhe kommt.

Beispiel: Brettbreite = 15cm -- fünf Bretter übereinader = 75 cm = Höhe des Hochbeetes

Auf diese Beethöhe werden, je nach Beetgröße, 4 oder 6 Kanthölzer zugesägt.

Auf die gewünschte Hochbeet-Länge und Breite, z.B. 2m und 1m, werden je 10 Bretter zugeschnitten.


Aus dem Material wird eine unten und oben offene Kiste zusammen geschraubt.

Die untere Öffnung erhält eine vollständige dichte Überspannung aus dem Drahtgeflecht.

Damit sollen Wühlmäuse und Maulwürfe aus dem Hochbeet weitgehend ausgesperrt werden, überschüssiges Wasser aber gut abfließen können.

Alle Seitenwände werden innnen mit der Folie bespannt (getackert/genagelt), um Nässe vom Holz so gut es geht fernzuhalten.


Die Hochbeet-Füllung

 

Auf den Boden kommt eine Schicht aus stärkerem und schwächerem Geäst vom Schnitt der Bäume und Sträucher und darüber Holzhäcksel um einen guten Wasserabfluss zu gewährleiten.

Darauf wird bis ca. zwei Drittel der Beethöhe kompostierbares Material aufgefüllt, nach oben mit immer feinerer Struktur, z.B. abgestochene Grasstücke, kompostierbare pflanzliche Abfälle, Laub, Grasschnitt.

Das ganze wird mit einer Schicht Kompost, wenn verfügbar vermischt mit Stallmist und anschließend mit unkrautfreier Pflanzerde aufgefüllt.


Etwa fünf Jahre langreicht diese Füllung im Hochbeet aus, um die Pflanzen zu versorgen.

Dann sind die Nährstoffe weitgehend verbraucht und die Hochbeet-Füllung muss komplett erneuert werden.

Das entnommene Material kann auf anderen Beeten verteilt werden.


Das verrottende Pflanzenmaterial im unteren Hochbeet-Bereich erzeugt Wärme.

Bei der Aussaat und Pflanzung im Frühjahr gewinnt man dadurch ein paar Grad Startvorteil.

Zusätzliche Unterstützung lässt sich mit einer Folienzelt-Überbauung erreichen.

Zeigt eine Breitseite nach Süden, dann erhalten die Pflanzen bestmögliches Sonnenlicht.


 

Ähnliche Themen:


* Werbe-Link (siehe Datenschutz).          Wir sind kein Händler oder Hersteller.
Alle Preise verstehen sich inkl. gesetzlicher Mehrwertsteuer, zzgl. Versandkosten.